Gelebtes Design-Verständnis
Matthias J. Hoffmann, geschäftsführender Gesellschafter von Hazet, sieht das Industriedesign als wichtigen integralen Bestandteil des Familienunternehmens.

Gelebtes Design-Verständnis

Die Hermann Zerver GmbH & Co. KG aus Remscheid stellt unter der Marke Hazet Werkzeuge und Werkstattausstattung für Profis her. Bei der Entwicklung der Produkte legt das Familienunternehmen großen Wert auf ein Design, das weit über die reine Optik hinausgeht.

Das Industriedesign ist ein integraler Bestandteil unseres Unternehmens“, sagt Hazet-Geschäftsführer Matthias J. Hoffmann. Er sieht im Industriedesign einen sehr effizienten Weg, Dinge schöner, gefälliger und besser zu machen, ohne dass dabei nennenswert höhere Kosten entstehen. „Viele Werkzeuge haben eine ähnliche, vergleichbare Funktion. Allein schon über die Optik können wir uns hier von der Konkurrenz abheben. Darüber hinaus sei der so geschaffene Wiedererkennungswert einer Marke, eines Unternehmens nicht zu unterschätzen.

Querschnittsfunktion entscheidend

Seit über 30 Jahren setzt das Familienunternehmen auf die Zusammenarbeit mit externen Industriedesignern, zum Beispiel Busse Design aus Elchingen. Aus gutem Grund: „Gute Designer sind nie ausschließlich auf die reine Optik aus, sondern haben immer die Querschnittsfunktion eines Produkts im Fokus. Sie sehen das Thema ganzheitlich“, sagt Hoffmann. Dazu zählten neben der Optik, der Ergonomie, Handhabung, Langlebigkeit, auch ökonomische sowie ökologische und nachhaltige Aspekte. Den externen Industriedesigner sieht er vor allem mit den Hazet-Entwicklern gefordert, wenn es um Features eines Werkzeugs geht, die später nicht sichtbar sind. „Hier muss gutes Design die reibungslose Funktion gewährleisten, es müssen alle Komponenten und Materialien zusammenpassen“, betont der Geschäftsführer. Eine besonders wichtige Herausforderung, die der Designer bei Werkzeugen beantworten müsse, seien zum Beispiel die Einstellmöglichkeiten und deren Handhabung. Es spiele eine große Rolle, ob sich ein Handwerkzeug ergonomisch in die Hand schmiege und den notwendigen Kraftaufwand optimal übertragen könne.

Der Blick über den Tellerrand

Bei der Kooperation mit Designern schätzt das Unternehmen vor allem den Blick über den Tellerrand. „Designer, die bereits Erfahrungen in komplementären Firmen und Branchen gemacht haben, ermöglichen uns bei der Entwicklung unserer Produkte nicht selten ganz neue Sichtweisen und Ansätze“, unterstreicht Hoffmann. „Es ist doch eine spannende Sache, wenn zum Beispiel ein Büromöbeldesigner oder ein Experte, der Möbel speziell für Krankenhäuser entwirft, an unseren Werkstattwagen Hand anlegt. Eventuell erschließen wir uns damit dann auch Kontakte zu neuen Zulieferern und lernen neue Materialien kennen.“

Der Designer als Moderator

Bei Hazet legt man Wert darauf, dass die beauftragten Designer bei der Entwicklung eines Produkts die Projektleitung übernehmen. Neben der Produktentwicklungs-, der Marketing- und Vertriebsabteilung sitzt auch die Geschäftsleitung mit am Tisch. „Meine Rolle in diesem Prozess als Geschäftsführer sehe ich vor allem darin, den Experten zuzuhören und mich als Teil der Gruppe zu verstehen und nicht darin, vorzugeben, wie was auszusehen oder zu funktionieren hat“, so Hoffmann. „Diese offene Herangehensweise hat sich für uns immer ausgezahlt, denn es entstand meistens ein Produkt, das vom Design her mindestens zwei neue Begeisterungskomponenten hat.“ Wichtig ist es dem Unternehmer, zu betonen, dass der Designer während der Projekte von allen als selbstverständlicher Teil der Firma begriffen wird. „Das schafft ein Klima, in dem neue Ideen zu begehrten Produkten werden.“

 

Das Unternehmen Hazet gilt als einer der führenden Hersteller von Qualitätshandwerkzeugen, -werkstattwagen und -einrichtungen für die professionelle Anwendung. Das Unternehmen wurde 1868 von Hermann Zerver gegründet. Der Markenname Hazet steht verkürzt für die ausgeschriebenen Anfangsbuchstaben „Ha“ und „Zet“ des Namens des Gründers. Hazet verfügt über 150 Jahre Erfahrung in Entwicklung und Produktion von Standard- und Spezialwerkzeugen für Industrie, Handwerk, Automobil- und Luftfahrttechnik. Rund 80 Prozent der Produkte werden in Deutschland gefertigt. Die Firma beschäftigt in vier Werken über 600 Mitarbeiter und ist in der fünften Generation in Familienbesitz.

www.hazet.de

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