Kongress für Familienunternehmen: Viel Raum für persönlichen Austausch
Das studentische Organisationsteam des 22. Kongresses für Familienunternehmen, der am 14. und 15. Februar an der Universität Witten/Herdecke stattfindet. Foto: Dana Schmidt

Kongress für Familienunternehmen: Viel Raum für persönlichen Austausch

Am 14. und 15. Februar findet der 22. Kongress für Familienunternehmen an der an der Universität Witten/Herdecke statt. Die Redaktion von Familienunternehmer-News sprach darüber mit Amelie Feuerstack aus dem Organisationsteam des Events.

Was ist die Besonderheit des Kongresses für Familienunternehmen in Witten?

Amelie Feuerstack: Der „Unique selling point“ des Wittener Kongresses, der nun schon seit 22 Jahren stattfindet, ist sicherlich zum einen die studentische Organisation und das jährlich wechselnde studentische Team. Zum anderen legt der Kongress und wir als Organisationsteam Wert auf einen geschützten und vertrauensvollen Rahmen für die teilnehmenden Mitglieder aus Unternehmerfamilien, damit ein gewinnbringender Austausch zwischen den Gästen möglich ist.

Was macht den Kongress für junge und erfahrene Familienunternehmer gleichermaßen attraktiv?

Ich denke, dass sowohl für junge als auch erfahrene Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen Familie, Unternehmen, Eigentum und Nachfolge sowie der Austausch von Erfahrungen mit anderen Mitgliedern aus Unternehmerfamilien gleichermaßen interessant ist. Auf dem Kongress kann es daher auch immer wieder zu neuen Impulsen zu relevanten Themen kommen, egal wie alt oder erfahren die Teilnehmenden sind. Eine Besonderheit für junge Familienunternehmerinnen und Familienunternehmer ist die Nachfolgeakademie, die für die potenziellen Nachfolger einen separaten Rahmen schafft, um sich mit der eigenen Nachfolge zu beschäftigen. Dies schafft eine besondere und intensive Auseinandersetzung mit den Themen der eigenen persönlichen Entwicklung, des Nachfolgeprozesses und der Gesellschafterkompetenzen, um für sich die Frage zu beantworten: „Will ich nachfolgen, und wenn ja wie und was bedeutet das für mich persönlich, meine Familie und das Unternehmen?“. Gleichzeitig sind die Teilnehmenden der Nachfolgeakademie in den Hauptkongress eingebunden, so dass auch der intergenerationale Austausch, die Auseinandersetzung mit der Eltern-Generation, entsteht.

Der Kongress steht unter dem Motto „Tätig sein – Unsicherheit meistern“. Was verbirgt sich hinter diesem Slogan?

Da jedes Jahr ein neues studentisches Team den Kongress organisiert, konzipiert es auch ein neues Thema beziehungsweise Motto für den Kongress. Auch wir hatten den Anspruch, ein ansprechendes Thema, interessante Workshops und neue Formate für die Teilnehmenden zu gestalten. Familienunternehmen, die immer zwischen den Polen Tradition und Innovation balancieren, ist ein Wesensmerkmal in ihrer Unterschiedlichkeit gemein: das unternehmerische Tätigsein und das damit einhergehende Voranbringen des Familienunternehmens und der Unternehmerfamilie. In Zeiten des immer schneller werdenden Wandels sind vor allem Familienunternehmen gefragt, weiterhin tätig zu sein, zu bleiben, tätig zu werden und sich dadurch weiterzuentwickeln. Dies gilt auch gleichermaßen für die Unternehmerfamilien, die ja auch mit einer immer komplexer werdenden Welt umgehen müssen.

Auf welche Keynote Speaker und Besonderheiten dürfen sich die Teilnehmer freuen?

In diesem Jahr haben wir bewusst und passend zu unserem Motto den Fokus auf verschiedenen Austauschformate gelegt und dazu auch die passende Bühne und Raumausstattung gewählt. Am Freitagmorgen wird eine Eröffnungsdiskussion, moderiert durch die Handelsblattredakteurin Anja Müller, stattfinden. Gäste sind unsere Schirmherrin Bettina Gräfin Bernadotte (Mainau GmbH), Paul Niederstein, (geschäftsführender Gesellschafter des ältesten deutschen Familienunternehmens, The Coatinc Company), Dr. Frank Stührenberg (CEO Phoenix Contact) und Dr. Eckart von Hirschhausen als kritischer Kopf. Neben bewährten und neuen Workshops wird es am Samstag zu unseren vier Schwerpunktthemen Unternehmerfamilie, Transformation in Familienunternehmen, Verantwortung von Familienunternehmen und Wandel der Arbeitswelt, interaktive Großgruppen-Workshops unter dem Motto „Veränderung“ geben, die neben Impulsen durch Referierende die Teilnehmenden zum eigenen „Tätig werden“ ermutigen. Natürlich greifen wir auch auf bewährte Formate zurück. Hier wird passend zu den Workshops am Freitag die Philosophin Dr. Natalie Knapp eine Keynote zum Thema „Mit der Unsicherheit Freundschaft schließen – eine Ermutigung!“ halten und am Samstagvormittag spricht Carl Warkentin, Gründer des Schuh- und Modelabels Monacoduck und Destinatär der Familie-Weiss-Stiftung (SMS group) über „Tätig sein in der nächsten Generation: Die Gründung eines Startups?!“.

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