Familie Goldbeck ist „Familienunternehmer des Jahres“
Goldbeck hat das Bauen systematisiert, Baukrisen glänzend überstanden und treibt die Digitalisierung in der Baubranche voran. Dafür werden zwei Goldbeck-Generationen mit dem Preis „Familienunternehmer des Jahres 2019“ geehrt: Joachim Goldbeck, Jörg-Uwe Goldbeck, Ortwin Goldbeck und Jan-Hendrik Goldbeck (v.l.) Foto: Intes

Familie Goldbeck ist „Familienunternehmer des Jahres“

Die Familienunternehmer Ortwin Goldbeck, Jörg-Uwe Goldbeck, Joachim Goldbeck und Jan-Hendrik Goldbeck wurden Mitte November von Intes, der Akademie für Familienunternehmen als „Familienunternehmer des Jahres“ ausgezeichnet. Der renommierte Preis wird bereits seit 2004 gemeinsam mit FBN Deutschland und dem Verband „Die Familienunternehmer“ vergeben.

1969 von Ortwin Goldbeck mit sieben Mitarbeitern gegründet, ist das Bielefelder Familienunternehmens Goldbeck heute das größte Bauunternehmen in deutscher Inhaberschaft. Nach dem jüngsten Zukauf im Mai 2019 erzielt die Gruppe heute mit mehr als 7.200 Mitarbeitern an 70 Standorten in Europa eine Gesamtleistung von rund 3,5 Milliarden Euro. Als anerkannter Technologieführer plant und baut das Familienunternehmen schlüsselfertige Gewerbeimmobilien mit den Schwerpunkten Produktions- und Logistikhallen, Bürogebäude und Parkhäuser sowie Schulen und Wohngebäude. Geführt wird das Unternehmen heute in zweiter Generation vom ältesten Sohn Jörg-Uwe Goldbeck gemeinsam mit dem jüngsten Sohn Jan-Hendrik Goldbeck und fünf weiteren familienexternen Geschäftsführern. Joachim Goldbeck leitet die seit 2018 eigenständige Goldbeck Solar GmbH, die in Europa und Lateinamerika Solarkraftwerke projektiert und umsetzt.

Vorbildliche Nachfolge

Hinter dem außerordentlichen wirtschaftlichen Erfolg und der überaus gelungenen Nachfolge steht eine Unternehmerfamilie, die sich vor allem durch ihre konsequente Haltung und visionäre unternehmerische Kraft auszeichnet. „Beide Goldbeck-Generationen beweisen die richtige Mischung aus Augenmaß und Risikofreude, die es braucht, um neue Märkte zu erschließen“, sagt Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Peter May. Ortwin Goldbeck habe mit seiner Idee des systematisierten Bauens die Basis für das dynamische Wachstum der vergangenen Dekaden gelegt. Jörg-Uwe und Jan-Hendrik Goldbeck leisteten gerade Pionierarbeit bei der Weiterentwicklung digitaler Tools in der Baubranche und würden damit das Fundament für weitere Wachstumssprünge in der Zukunft legen. „Weitsichtig, umsichtig und zu 100 Prozent konsequent waren die Goldbecks auch bei ihrer Nachfolgeplanung und -umsetzung“, erklärt Jurymitglied und Intes-Geschäftsführer Dr. Dominik von Au. Nicht nur habe Ortwin Goldbeck seinen Wechsel von der Geschäftsführung in den Beirat rund zehn Jahre geplant, er habe ihn auch am angekündigten Stichtag umgesetzt und danach allen Versuchungen, weiterhin Entscheidungsprozesse im Unternehmen zu beeinflussen, getrotzt. Gleichzeitig hätten die Brüder, um das hohe Reibungspotenzial von Geschwisterkonstellationen in der Führung schnell wachsender Unternehmen wissend, ihre Geschäftsbereiche klug aufgeteilt, die Geschäftsleitungen mit viel externer Führungskompetenz zielgenau ergänzt und die innerfamiliäre Kommunikation sehr bewusst diszipliniert und verbessert und mit Family-Governance-Maßnahmen flankiert.

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