Tech-Start-up Playbrush setzt auf Made in Europe
Paul Varga, Mitgründer und CEO des Start-ups Playbrush setzt auf Entwicklung und Produktion in Europa.

Tech-Start-up Playbrush setzt auf Made in Europe

Das mehrfach ausgezeichnete Start-up Playbrush hat bereits mehr als 250.000 Exemplare der digitalen Zahnbürsten für Kinder in 25 Ländern verkauft. Die beiden interaktiven Bluetooth-Tools Playbrush Smart und Playbrush Smart Sonic sollen Kinder mit Hilfe von Zahnputzspielen zum Zähneputzen motivieren und ganz nebenbei noch die richtige Putztechnik vermitteln. Das hat dem Start-up ein kontinuierliches Wachstum beschert. Für Sommer 2019 ist bereits die nächste Innovation geplant, die nach Auskunft des Unternehmens auch Erwachsene begeistern wird. „Wir haben so viele Ideen zum Thema dentale Gesundheit und noch viel vor“, sagt Paul Varga, Mitgründer  und CEO von Playbrush.

Trotz der großen Stückzahlen und Innovationsfreude, hat das Unternehmen, das von drei Studienfreunden gegründet wurde und mittlerweile 25 Mitarbeiter aus neun Nationen in Wien und London beschäftigt, die Produktion zu keinem Zeitpunkt nach Asien verlagert. „Wir haben uns mit der Option beschäftigt, uns aber bewusst dagegen entschieden“, so Varga. „Bei Tech denken immer alle gleich an China, aber wir sehen, dass Made in Europe viele Wettbewerbsvorteile bietet.“

Wettbewerbsvorteile durch kurze Wege

Die Einzelteilte der Playbrush-Produkte sowie die App inklusive Software, werden in der Schweiz, Großbritannien, Slowenien und Österreich entwickelt und produziert. Das ermöglicht kurze Wege, effiziente Entwicklungszyklen, Planungssicherheit und eine flüssige Kommunikation. „Wir sind dadurch sehr viel schneller als Kollegen, die ihre Einzelteile aus Asien importieren. Durch den direkten Draht zu unseren Partnern können wir schneller reagieren, handeln und korrigieren, wenn mal etwas schief geht“, betont Varga. Davon profitieren auch Support und Qualitätsmanagment entscheidend. „Wir können Kundenfeedback direkt umsetzen. Niedrige Sprachbarrieren, gemeinsame Mentalitäten und Qualitätsstandards sowie funktionierende Kontrollmechanismen, erleichtern Produktanpassungen“, so Varga weiter.

Kostenunterschiede zu Asien kaum von Bededeutung

Auch vor dem Hintergrund vermeintlich hoher Produktionskosten und geringer Gewinnmargen schlagen sich die europäischen Standorte sehr gut. Durch die Automatisierung vieler Produktionsschritte seien die Kostenunterschiede zu Asien kaum noch von Bedeutung. „Eine billigere Produktion ist für uns kein Argument für eine Standortverlagerung“, ergänzt Varga. Auch die Playbrush-Investoren sind zufrieden und loben, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze im Technologiesektor in Europa bleiben.

Unterstützung für Mitarbeiter bei Brexit

Auch im Falle des Brexits haben die Health-Tech-Pioniere für ihre britischen und europäischen Mitarbeiter, die zwischen den Hauptsitzen in London und Wien sowie den Produktionsstandorten pendeln, vorgesorgt. Der Plan sieht vor, mögliche Zolltarife und kurzfristige Lieferengpässe abzufangen und das multinationale Team beim Antrag für das EU Settlement Scheme vollumfänglich zu unterstützen. „Es gibt noch einige Unsicherheiten, aber wir haben uns auf alle Fälle vorbereitet und werden dafür sorgen, dass kein Teammitglied Nachteile hat oder mit der Bürokratie alleingelassen wird.“, verspricht Varga.

Hier finden Sie ein Porträt des Start-ups.

© 2019 Dr. Breitsohl Verlagsgesellschaft mbH. Alle Rechte vorbehalten. www.familienunternehmer-news.de | Website: travix-media.de