Industriestrategie: Familienunternehmen legen Gegenpapier vor
Reinhold von Eben-Worlée, Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“, gehört zu den schärfsten Kritikern der Industriestrategie von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Foto: © Anne Grossmann Fotografie

Industriestrategie: Familienunternehmen legen Gegenpapier vor

In der Debatte über die Industriestrategie von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) haben die mittelständischen Familienunternehmen ein Gegenpapier vorgelegt. Sie bleiben darin bei ihrer Fundamentalkritik an dem Papier Altmaiers. Sein Ansatz, „planwirtschaftliche und protektionistische Elemente“ anderer Wirtschaftssysteme nachzuahmen, sei ein ängstlich wirkender Irrweg, heißt es in einem „Nationalen Fitness-Programm“ des Verbands der Familienunternehmen.

Der Präsident des Verbands, Reinhold von Eben-Worlée, sagte am Mittwoch in Berlin, es sei nicht Aufgabe des Staates, „nationale Champions“ aufzubauen – wie es Altmaier will. Stattdessen müsse der Mittelstand als Stütze der deutschen Wirtschaft gestärkt werden. In dem Papier fordert der Verband etwa Maßnahmen für steuerliche Entlastungen und gegen hohe Stromkosten. Eben-Worlée hatte am Dienstag nach einem Kongress zur Industriestrategie gesagt, er habe den Eindruck gehabt, der Minister habe erstmals mehr zugehört als selber zu reden. Der Verband bleibe aber an seiner Kritik an der Strategie, in der sich Altmaier für eine aktivere Rolle des Staats in der Industriepolitik ausspricht. Die Familienunternehmer gelten als eine der schärfsten Kritiker des Ministers. (dpa)

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