Mittelständler für Bleiberecht für gut integrierte Flüchtlinge
Mittelständische Unternehmen haben sich für ein Bleiberecht für gut integrierte Flüchtlinge in Deutschland ausgesprochen. Foto: shutterstock/Olga Miltsova

Mittelständler für Bleiberecht für gut integrierte Flüchtlinge

Mittelständische Unternehmen haben sich für ein Bleiberecht für gut integrierte Flüchtlinge in Deutschland ausgesprochen. „Der Verlust von Arbeitskräften durch Entzug der Arbeitserlaubnis oder Abschiebung von Arbeitskräften ist teilweise existenzgefährdend für bestehendes und potentielles Geschäft“, heißt es in einem Forderungskatalog des Mittelstandsbeirats beim Wirtschaftsministerium. Dem Beirat gehören Unternehmer an.

Der Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Beschäftigungsduldung reiche nicht aus, heißt es. Er berücksichtige Menschen, die seit zwölf Monaten in einer Duldung seien. Viele geflüchtete Mitarbeiter, die während der Flüchtlingskrise in den Jahren 2015/16 nach Deutschland gekommen seien, befänden sich aber noch in dem Status „Gestattung“ oder erst seit kurzem in der Duldung. Der Beirat forderte außerdem, bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes sollte es keine Abschiebung von Geflüchteten in Arbeit und nach Abschluss eines Ausbildungsvertrags geben, egal in welchem Status sie sich befänden. Dringend benötigte Arbeitskräfte würden bei einer Abschiebung „über Nacht“ entzogen: „Aufwendige Qualifizierungen werden zu vergeblichem Aufwand.“

Auch beim geplanten Fachkräfteeinwanderungsgesetz gebe es Verbesserungsbedarf. So müsse es einheitliche und realistische Sprachanforderungen geben sowie eine systematische und effektive Deutschförderung im Ausland. Dazu seien schnelle Verfahren zur Visaerteilung für Vorstellungsgespräche und dauerhafte Aufenthaltsgenehmigungen notwendig. Der Mittelstandsbeirat kam am Montag mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zusammen. Der CDU-Politiker sagte, der hohe persönliche Einsatz gerade mittelständischer Unternehmer bei Ausbildung und Beschäftigung von ausländischen Fachkräften sowie der Integration von Flüchtlingen sei enorm. Das solle mit dem neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetz flankiert und auch beruflich Qualifizierten ein leichterer Arbeitsmarktzugang ermöglicht werden. (dpa)

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