Ausstellung „Entdeckt!“: Bühne für junge Designerinnen und Designer
In der Ausstellung Entdeckt! im Haus der Wirtschaft in Stuttgart stellen sich noch bis zum 11. April 2019 13 junge Designerinnen und Designer mit ihren Produkten und Projekten vor. (Alle Fotos: -ap))

Ausstellung „Entdeckt!“: Bühne für junge Designerinnen und Designer

Im Haus der Wirtschaft in Stuttgart ist noch bis zum 11. April 2019 die Ausstellung „Entdeckt!“ des Design Center Baden-Württemberg zu besichtigen, geöffnet von Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr. 13 junge Designerinnen und Designer aus Baden-Württemberg werden hier mit ihrer Arbeit ins Rampenlicht gerückt und erhalten die Möglichkeit, ihr Portfolio oder außergewöhnliche Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Das Spektrum reicht von Produkt- und Kommunikationsdesign über Game- und Modedesign bis zu Industrie- und Textildesign. Bei einer Midissage am 21. März stellte Christiane Nicolaus, Direktorin des Design Center Baden-Württemberg, die 13 Designer vor und wies auf die Bedeutung von Design für die Wirtschaft hin: „Es gibt keine Branche, in der Design kein Erfolgsfaktor ist“, sagte sie. Mit der Ausstellung wolle man die Aufmerksamkeit auf Newcomer lenken und ihnen die Möglichkeit geben, ihre Arbeit zu präsentieren, in der Ausstellung ebenso wie in Präsentationen und Einzelausstellungen in der Bibliothek des Hauses und Veröffentlichungen.

Beeindruckende Vielfalt

In der Ausstellung gibt es viel Ungewöhnliches und Innovatives zu bestaunen. Ein Besuch öffnet die Augen für die Möglichkeiten von Design. „burggrafburggraf“ zum Beispiel präsentiert Taschen, Rucksäcke und Clutches, gefertigt aus der Haut von Bäumen, genauer gesagt aus feinstem Korkleder. Das Stuttgarter Porzellan-Studie von Hannah Zenger vermischt Porzellan mit pulverisiertem Gestein und erhält so Farben von außergewöhnlicher Harmonie.

„OONITOO“ ist ein Start-up im Bereich Möbel- und Raumdesign, das auf alternative Materialien setzt, um die Natur zu schonen. Das Designstudio Panorama legt den Schwerpunkt auf die konzeptionelle Gestaltung von Erscheinungsbildern und arbeitet mittlerweile seit fünf Jahren für Kunden aus Kultur, öffentlicher Hand und freier Wirtschaft.

Neue Impulse für die Industrie

Industriedesigner Ludwig Rensch arbeitet an der Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Eines seiner Projekte ist Kopernikus, eine Prototyping-Plattform, um die Zukunft der Roboter zu erforschen. Er geht der Frage nach, wie sich Roboter verhalten und auf welcher Grundlage sie Entscheidungen treffen werden. Der kleine Open-Source-Roboter besteht aus günstigen Komponenten und ist auf einfache Weise gefertigt. Er ist leicht zu modifizieren und stellt die Schnittstelle zwischen Robotik, künstlicher Intelligenz und Design dar.

Hinter „P INDUSTRIEDESIGN“ steckt Philip Andris. Er fokussiert sich auf Industriegüter und Medizintechnik sowie den Modell- und Prototypenbau. Beispiele für seine Arbeit sind das adaptive Handbike, das als Vorbau am Alltagsrollstuhl befestigt wird, entwickelt in Kooperation mit der Firma Alber; „curpal“, ein neues Medizintechnikdesign zur Behandlung des Karpaltunnel-Syndroms für die Firma Bayer Feinwerk.

Schnittstelle zwischen Unternehmen und Designern

Das Design Center fördert den Dialog zwischen Industrie und Designwirtschaft. Im Rahmen der Wirtschafts- und Designförderung des Landes Baden-Württemberg bietet es eine kostenfreie Beratung. „In unserer individuellen Beratung erhalten die Unternehmen Informationen zu Fragen rund um Produkt- und Grafikdesign. Sie werden über die verschiedenen Kooperationsmöglichkeiten mit Designern beraten sowie über die Einbindung von Designkompetenz in ihren Produktentwicklungsprozess“, erklärt Nicolaus. „Die Unternehmen erhalten Rat zur Auftragsvergabe, zum Briefing von Gestaltern und zur groben Einschätzung von Leistungen, Zeitaufwand und Kosten.“ Darüber hinaus veranstaltet das Design Center nicht nur den Designwettbewerb „Focus Open“, sondern auch Kongresse, Seminare, Vorträge und Ausstellungen. Dabei wird Know-how aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Produktentwicklung vermittelt. Veranstaltungen zu Perspektiven der Produktentwicklung und zur Markenkommunikation im internationalen Kontext vermitteln, wie gutes Design Produktqualität optimiert und Marken erfolgreich macht. (-ap)

Tipp: Am 28. Juni 2019 findet die „Work Conference Transforming Industrial Design – Erfolgsfaktoren für Produktentwicklung und Industriedesign“ statt. Informationen und Programm gibt es auf der Website des Design Center Baden-Württemberg.

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