21. Kongress für Familienunternehmen: Dem Wandel mit Haltung begegnen
Auf dem Kongress stehen die „Brot- und Butter-Themen“ jedes Familienunternehmens im Fokus: Familie, Unternehmen, Eigentum. Foto: Shutterstock/Potstock

21. Kongress für Familienunternehmen: Dem Wandel mit Haltung begegnen

Am 15. bis 16. Februar findet an der Universität Witten/Herdecke der 21. Kongress für Familienunternehmen statt. Die Redaktion sprach über die Besonderheiten des Events mit Anina Harbig und Julius Velz vom Organisationsteam.

An wen richtet sich der Kongress konkret?

Anina Harbig: Der Kongress für Familienunternehmen an der Universität Witten/Herdecke richtet sich ausschließlich an Mitglieder von Familienunternehmen und Unternehmerfamilien. Für die junge Generation findet parallel die „NachfolgeAkademie statt. Hier werden Workshops, Vorträge und Exkursionen angeboten, die sich mit dem Thema der Nachfolge befassen.

Warum wird der Kongress jedes Jahr von Studenten organisiert?

Anina Harbig: Das ist schon immer so. Ich glaube, dass diese Tradition ihren ganz eigenen Charme mit sich bringt. Jedes Jahr setzt sich das vier- bis sechsköpfige Organisationsteam mit Familienunternehmen, deren Besonderheiten, Herausforderungen und Chancen auseinander. Dadurch, dass stets neue, junge Leute das Kongresskonzept- und Motto entwickeln, ist garantiert, dass es nie langweilig wird und immer ein frischer Wind weht. Hinzukommt, dass alle Mitarbeitenden auf dem Kongress ebenfalls Studenten der Universität Witten/Herdecke sind. Wir bekommen von Teilnehmenden regelmäßig zurückgemeldet, dass sie gerade dies sehr schätzen. Ich denke es ist eine Einzigartigkeit, dass ein Kongress dieser Größe und Qualität rein studentisch umgesetzt wird.

Der 21. Kongress für Familienunternehmen steht unter dem Slogan „Farbe bekennen – Beherzter Dialog“. Was verbirgt sich hinter diesem Motto?

Julius Velz: Unser diesjähriges Kongressmotto ist das Ergebnis langer Gespräche mit Familienunternehmern und noch längeren Diskussionen im studentischen Organisationsteam. Dabei mangelte es den Themen selten an Aktualität, denn Wirtschaft, Politik und Gesellschaft forderten im vergangenen Jahr viel Aufmerksamkeit. Wir fragten uns nur, welche Themen auch die Aufmerksamkeit unserer sehr gefragten Kongressteilnehmenden verdient haben. Was liegt Familienunternehmen am Herzen? Wofür stehen Sie ein? Eben diese Grundsatzfragen transportiert unser Motto: Farbe bekennen! Auf dem Kongress behandeln wir die „Brot- und Butter-Themen“ jedes Familienunternehmens: Familie, Unternehmen, Eigentum. Dabei soll es in diesem Jahr darum gehen, dem ständigen Wandel dieser Bereiche mit Haltung zu begegnen, sei es eine Änderung der Familienstrategie, des Geschäftsfeldes oder der Geldanlage. Früher oder später stellen sich Fragen, in denen Farbe bekannt werden muss. Das Motto verlangt daher, Position zu beziehen. Da dies nie alleine, sondern nur im Austausch möglich ist, befassen wir uns neben den Schwerpunkten Wandel und Haltung, mit dem Gelingen eines Dialogs. In diesem Sinne lässt sich unser Motto wie folgt zusammenfassen: Warum Farbe kennen? Aufgrund eines Wandels. Wozu Farbe bekennen? Zur eignen Haltung. Wie Farbe bekennen? Im Dialog.

Auf welche Keynote Speaker dürfen sich die Teilnehmer freuen?

Julius Velz: Neben über 40 spezifischen Workshops erwartet die Teilnehmenden ein spannendes Rahmenprogramm, in das jeder Redner inhaltlich wie dramaturgisch bestens hineinpasst. An dieser Stelle möchte ich insbesondere auf ein unkonventionelles Bühnenformat hinweisen, das den Kongress einleiten wird. Wir haben eine „Fuck-up-Night“ der Start-up Szene nachempfunden, in der es darum geht, persönliche Fehler, wenn möglich humoristisch, mit anderen zu teilen. Im Sinne einer gelebten Fehlerkultur, sind wir gerade in Situationen des Misserfolgs gezwungen, Farbe zu bekennen. Für das Format konnten wir drei großartige Familienunternehmer gewinnen, die sich jeweils zu einem Fehler (FU*K-UP) in den Bereichen Familie, Unternehmen und Eigentum bekennen: Felix Ahlers (Frosta AG), Niko Pohlman (ehem. Poco) und Dr. Martin Pesch (ehem. AMG Pesch GmbH).

Wie sorgen Sie dafür, dass Ihr Kongress ein Ort der Inspiration sowie ein Impulsgeber für neue Ideen und Sichtweisen wird?

Anina Harbig: Der Kongress bietet einen geschützten Raum für Austausch. Dadurch, dass die Teilnahme ausschließlich für Mitglieder aus Familienunternehmen und Unternehmerfamilien gestattet ist, stellen wir sicher, dass die Teilnehmenden nicht durch irritierende Einflüsse von externen Dienstleistern oder der Presse gestört werden. Darüber hinaus beschränkt sich die Größe eines jeden Workshops auf maximal 30 Personen, sodass rege Gespräche geführt und Sichtweisen ausgetauscht werden können. Ich denke, es ist die Mischung aus wissenschaftlichen Inputs, Erfahrungsberichten aus der Praxis und die Gelegenheit für persönlichen Dialog, aus dem die Teilnehmenden neue Impulse und Sichtweisen gewinnen.

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