Zu wenig Bewerber: Mittelstand leidet unter Fachkräftemangel
Die Besetzung neuer Stellen bereitet Deutschlands Mittelständlern zunehmend Probleme. Foto: Shutterstock

Zu wenig Bewerber: Mittelstand leidet unter Fachkräftemangel

Die Besetzung neuer Stellen bereitet Deutschlands Mittelständlern zunehmend Probleme. Nach einer Untersuchung der staatlichen Förderbank KfW wollen in den nächsten drei Jahren zwei Drittel aller mittelständischen Betriebe neue Fachkräfte einstellen. Davon befürchten 65 Prozent, dass die Stellen nur mit Abstrichen, verzögert oder überhaupt nicht besetzt werden können, wie aus einer Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels hervorgeht. Vor vier Jahren hatten sich 57 Prozent der einstellenden Firmen so geäußert. Hauptgrund für die Sorgen der Unternehmen ist den Angaben zufolge der Mangel an Fachkräften quer durch alle Branchen. In diesem Jahr begründeten 77 Prozent der betroffenen Mittelständler ihre Probleme mit „Bewerbermangel im gesuchten Beruf“, vier Jahre zuvor waren es 57 Prozent. Zu hohe Lohnforderungen oder fehlende Zusatzqualifikationen spielten mittlerweile dagegen eine deutlich geringere Rolle. Der Fachkräftemangel hat sich laut KfW seit 2014 in allen Wirtschaftsbereichen verschärft, obwohl inzwischen mehr Frauen und Ältere arbeiteten. Der große Bedarf an Arbeitskräften in der guten Konjunktur übersteige diese Zugewinne jedoch. „Das ist die Kehrseite eines erfreulichen Arbeitsmarkt-Booms und voller Auftragsbücher im Mittelstand“, erläuterte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. (dpa)

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