Rampf kauft Apex Composites
Das Unternehmen Rampf Composite Solutions ist auf den Leichtbau mit Composites für die Luftfahrt- und Medizinindustrie spezialisiert.

Rampf kauft Apex Composites

Die Übernahme des kanadischen Unternehmens Apex Composites hat die Rampf-Gruppe beim Leichtbau mit Composites für die Luftfahrt- und Medizinindustrie technisch an die Marktspitze katapultiert.

Die mit der Übernahme neu geschaffene Firma Rampf Composite Solutions fertigt mit neuesten Technologien hochmoderne Leichtbaulösungen aus Kohlenstofffaser- und Glasfaser-Composites. Das Unternehmen mit Sitz in Burlington, Kanada, bietet die gesamte Fertigungstiefe aus einer Hand: Projektmanagement, Produktentwicklung und -engineering sowie Werkzeugkonstruktion und -fertigung. „Nahezu jeder Aspekt der Wertschöpfungskette wird intern bei uns ausgeführt“, bestätigt Gerry Kavanaugh, CEO von Rampf Composite Solutions. „Darüber hinaus verfügen wir über hochqualifizierte Mitarbeiter, die Know-how und Erfahrungen aus verschiedenen Industriezweigen einbringen. Das erlaubt es uns, über Standardmaterialien und -prozesse hinauszublicken und ein einzigartiges Wertversprechen abzugeben.“ Für die Luftfahrtindustrie konstruiert und baut das Unternehmen verschiedene Composite-Teile, unter anderem für Wasser-, Abfall- und Evakuierungssysteme, Sitzkomponenten und Flugzeugmotorteile. Zu den Kunden gehören Flugzeugbauer wie Airbus, Boeing, Comac, Viking, Dassault und Embraer. „Zudem produzieren wir Präzisionsbauteile für die weltweit bekanntesten Unternehmen im Bereich der luftgestützten elektrooptischen beziehungsweise Infrarot-Bodenüberwachungssysteme“, so Kavanaugh.

Fokus auf offene Innovation

„Die Entscheidung, unser Produkt- und Lösungsportfolio um den Leichtbau mit Composites zu erweitern, basiert auf einem sorgfältig durchdachten Geschäftsentwicklungsplan und M&A-Prozess“, erklärt Michael Rampf, geschäftsführender Gesellschafter der Rampf Holding mit Sitz in Grafenberg. Mit Gründung der Abteilung Innovation & Technology Management vor drei Jahren wurde der Business-Development-Prozess eingeleitet. Hier lautet die zentrale Frage: In welchen Geschäftsfeldern und mit welchen Produkten und Leistungen wird das Familienunternehmen in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren zusätzlichen Gewinn erzielen? „Zur Beantwortung wandten wir eine Methode der offenen Innovation an, also einer branchenübergreifenden Innovation unter Berücksichtigung branchen- und spartenübergreifender Überlegungen“, erklärt Rampf. Zunächst wurden potenzielle neue Geschäftschancen auf der Basis von Megatrends identifiziert und anschließend mögliche neue Geschäftsfelder, in denen bereits vorhandene Kenntnisse, Kompetenzen, Know-how und Synergien in den bestehenden Unternehmen der Gruppe genutzt werden können. „In beiden Fällen kamen wir zu demselben Schluss: Der Leichtbau mit Composites ist das Geschäftsfeld mit dem größten Potenzial.“

Zusätzliches Fachwissen eingekauft

Um ein konkurrenzfähiges und nachhaltiges Geschäftsfeld aufbauen zu können, war zusätzliches Fachwissen erforderlich. „Der anschließende, sorgfältig durchdachte M&A-Prozess zeigte ganz eindeutig den Weg nach Kanada und zu Apex Composites“, sagt Michael Rampf. Zum 1. April 2016 wurde das von Gerry Kavanaugh 2002 gegründete Unternehmen Apex Composites, Inc. übernommen und ist mittlerweile vollständig in die Rampf-Unternehmensgruppe integriert.

www.rampf-gruppe.de

Fotostrecke

© 2018 Dr. Breitsohl Verlagsgesellschaft mbH. Alle Rechte vorbehalten. www.familienunternehmer-news.de | Website: travix-media.de