Logistik: Wenn die Farbe Lila Programm ist
Müller - Die lila Logistik AG begleitet ihre Kunden ganzheitlich von der Konzeption bis zur Umsetzung.

Logistik: Wenn die Farbe Lila Programm ist

Die meisten Strategien scheitern an der Umsetzung. „Müller - Die lila Logistik AG“ begleitet ihre Kunden nicht nur in der Konzeption, sondern auch in der Umsetzung gemeinsam entwickelter Strategien. Doch was hat das mit der Farbe Lila zu tun? „Alles“, sagt Gründer und CEO Michael Müller. „Lila entsteht durch die Verbindung von Blau und Rot. Blau symbolisiert den Verstand, Zahlen und Ratio. Rot steht für das Herz, Emotion und Leidenschaft. In Lila vereinen sich diese Kräfte. Für uns steht die Farbe dafür, wie wir die klassische Trennung von Beratung und Umsetzung durchbrechen und beides miteinander verbinden – denken und handeln. Darüber hinaus verbinden wir nicht nur Waren und Informationen, sondern vor allem Menschen.“

Dafür tauchen die Mitarbeiter des Logistikdienstleisters mit den zwei Bereichen Consulting und Operating tief in die Logistikprozesse ihrer Kunden ein. „Wir müssen das Geschäftsmodell und die Strategie unserer Kunden sowie die Branchenanforderungen verstehen, um für den Kunden gewinnbringende Ideen einbringen zu können“, sagt Müller. „Wir möchten uns nicht als Allwissender positionieren, sondern möchten Ideen- und Impulsgeber sein, der gemeinsam mit dem Kunden die richtigen Potenziale entwickelt und sie bei der Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen unterstützt.“ Dabei ist es uns wichtig, auch die künftigen Herausforderungen einzubeziehen, denen sich unsere Kunden gegenüber sehen. Heute kann an jeder Stelle der Wertschöpfungskette ein Start-up um die Ecke kommen und das Geschäftsmodell bedrohen. Viele Unternehmen verkaufen zum Beispiel noch nach dem klassischen Muster, ohne neue Vertriebskanäle einzubinden. Hier sorgen wir dafür, dass sich unsere Kunden der Gefahr bewusst werden und machen Lösungsvorschläge.“

Niemals ohne Kundennutzen

Die Digitalisierung spiele heute in der Logistik eine große Rolle, so der CEO weiter. Bevor man sich mit Digitalisierung befasse, müsse man aber zuerst die Prozesse optimieren, Verschwendung rausnehmen und standardisieren. Dabei gebe es nur kundenindividuelle Lösungen. „Und es zählen nur Lösungen, die dem Kunden einen tatsächlichen Mehrwehrt bringen“, betont Müller. Der Logistikdienstleister analysiert deshalb in der Beratung zunächst alle Prozesse beim Kunden und an den Schnittstellen zu Lieferanten und Kunden. Danach werden Optimierungsstrategien vorgeschlagen und Anpassungen vorgenommen. In der Umsetzungsphase übernimmt der Logistikdienstleister auf Wunsch der Kunden, entweder in der Immobilie des Kunden oder in einem eigenen Logistik-Service-Zentrum, auch operative Aufgaben der Logistikabwicklung.  „Wir übernehmen die Steuerung, Optimierung und Überwachung aller Informations- und Warenflüsse“, erklärt Müller. „Damit tragen wir nicht nur zur Kostenreduktion beim Kunden bei, sondern ermöglichen ihm auch, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.“

Für die Mercedes-AMG Motorenmanufaktur zum Beispiel werden alle Teile von allen Lieferanten bei dem Logistikdienstleister  angeliefert, der dafür sorgt, dass  für den Motorenbau stets alle notwendigen Teile zur richtigen Zeit am richtigen Ort hat  sind. Auch den Versand übernimmt dann wieder der Dienstleister. Mercedes-AMG konzentriert sich auf den Motorenbau. „Unser Kunde stand vor der Herausforderung, auf gleicher Fläche, mit der gleichen Anzahl von Mitarbeitern mehr Motoren zu bauen“, erzählt Müller. „Das kann nur klappen, wenn die Logistik entsprechend angepasst wird.“ Bereits 2014 haben Mercedes-AMG und Müller – Die lila Logistik den Deutschen Logistikpreis für das Logistikkonzept der Motorenmanufaktur gewonnen.

Der Teamgeist zählt

„Ich habe mich besonders gefreut, dass wir den Preis gemeinsam bekommen haben“, sagt der begeisterte Rennradfahrer Müller, der zum 25-jährigen Jubiläum immerhin 3.000 Kilometer mit dem Rad fuhr, um alle Standorte in Europa zu besuchen. „Dank meines Vaters bin ich stark vom Sport geprägt. Ich habe schon in jungen Jahren gelernt, dass es das Team ist, das zählt – das Team, Leistungsbereitschaft, Solidarität und gemeinsame Werte. Diesen Teamgeist versuchen wir in- und außerhalb des Unternehmens zu verankern. Wir möchten Partner auf Augenhöhe sein und auch so wahrgenommen werden.“ Die Frage: „Was können wir heute besser machen?“ sei Teil der Unternehmens-DNA, so der CEO weiter. Als Unternehmen müsse man heute ständig überprüfen, ob man sich noch auf dem richtigen Weg befinde und eventuell korrigieren. „Wir sind zum Beispiel in den letzten Jahren stark gewachsen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir wieder schneller werden. Wir machen uns Gedanken darüber, wie die Organisation der Zukunft aussehen muss, damit wir das schaffen; wie junge und ältere Menschen gemeinsam die Erfahrung und das Wissen aller nutzen, Kreative, Umsetzer und Bewahrer erfolgreich in Projekten zusammenarbeiten können“, sagt Müller, dessen Vision eine vernetzte Organisation mit dem Menschen im Mittelpunkt ist. Dass der Mensch für das Unternehmen im Mittelpunkt steht, zeigt sich auch am Einsatz von Führung und Mitarbeitern für Kinder und Behinderte, zum Beispiel mit dem Lila Logistik Charity Bike Cup und speziellen  Sozialprojekten an jedem Standort.

Mit Glück und Selbstvertrauen

„Die Dinge entstehen im Tun. Irgendjemand hat ein Problem und daraus ergeben sich neue Möglichkeiten“ ist ein Satz von Müller, der auch über seinem unternehmerischen Werdegang stehen könnte. 1991 hat der damals 25-Jährige Speditionskaufmann und Betriebswirtschaftler mit Schwerpunkt Logistik das Unternehmen gegründet – im Keller seines Elternhauses. „Mein Glück war, dass wir als ersten Kunden einen sehr diskussionsfreudigen und veränderungsbereiten Amerikaner hatten“, schmunzelt Müller. 2001 wandelte Müller, der heute wieder 84 Prozent der Anteile hält, das Unternehmen in eine AG um und brachte es an die Börse. Der Börsengang war Teil der Wachstumsfinanzierung. Außerdem sorge die Börsennotierung für Disziplin im Berichtswesen und Transparenz für Kunden und die 1.700 Mitarbeiter. „Der große Durchbruch kam dann 2003, als uns Magna für die Produktion des BMW X3 konsultierte. Das war der Ritterschlag in der Logistikbranche.“ Ähnlich stolz sind die Lila-Logistik-Leute auf den Nachhaltigkeitspreis von 2011 für die nachhaltigste Zukunftsstrategie (KMU) und natürlich auf die siebte Auszeichnung in Folge durch General Motors als „Supplier of the Year“.

www.lila-logistik.com

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