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Familienunternehmen seit 1756 Genuss entlang des grünen FadensDie Geschwister Ulrike und Ernst Karl Schassberger führen in 7. Generation das gleichnamige Hotel am Ebnisee im Welzheimer Wald. Jetzt wurden sie als „Dienstleister Baden-Württemberg 2010“ ausgezeichnet.
Wie eine Insel liegt das Romantikhotel Schassberger inmitten des Naturparks Schwäbischer Wald am Ebnisee. Erholung und Genuss, Teilhabe an der Natur sind die Pfunde, mit denen das Hotel, nur eine Autostunde von Stuttgart entfernt, wuchern kann. „Die Natur ist hier allgegenwärtig“, sagt Hotelchefin Ulrike Schassberger. „Es ist uns ein Anliegen, das diese Verbundenheit auch in unserem Wirtschaften und unserem Angebot zum Ausdruck kommt.“ Waldgeschenke und Kräuterküche
Keine Frage, dass sich die Schassbergers um Energieeffizienz im Hotel und in den beiden Restaurants bemühen. Die Mitarbeiter werden entsprechend geschult. „Wir sind nach dem EU-Öko-Audit EMAS zertifiziert“, erzählt die Chefin. „Wir versuchen, unsere Gäste auf angenehme Weise für die Natur zu sensibilisieren. Sie erhalten einen Energiepass. Dort können sie eintragen, ob sie die Treppe oder den Lift benutzen. Jeden Abend gibt es ein so genanntes Waldgeschenk. Das kann ein Zweig sein, eine Ähre oder eine Frucht. Wir nennen das unseren ‚grünen Faden’.“
Der grüne Faden zeigt sich auch in der Küche zum Beispiel in unseren Kochkursen, Geschmacksrallyes und dem Erlebnisfeld der Sinne. Sowohl in der regional geprägten Küche der Flößerstube als auch im Gourmet-Restaurant Ernst Karl kommen Produkte von Lieferanten aus der Umgebung zum Einsatz. Dasselbe gilt für den Weinkeller. „Wir kennen unsere Lieferanten und auch unsere Gäste können sie bei Küchenpartys oder Weinproben kennen lernen“, so Ulrike Schassberger. Neben dem Hotel grünt und blüht es im eigenen Kräutergarten, dessen Ernte selbstverständlich in der Hotelküche verwendet oder im Hotel-Shop verkauft wird, wo man übrigens auch nicht alltägliche Produkte wie Hägenmark oder Quittengelee und exzellente Obstbrände findet. Ein bisschen anders sein
Im Hotel-Shop warten Spezialitäten. Doch der grüne Faden ist nicht das Einzige, was das Haus am Ebnisee von anderen unterscheidet. Bei den Schassbergers kann man zwar einfach Urlaub machen, aber es wäre schade, die zahlreichen Angebote in und außer Haus nicht zu nutzen. Von Kochkursen für Kinder und Erwachsene über Weinproben bis hin zu geführten Wanderungen, Nordic-Walking-Kursen, Limes-Schatzsuche, Malkursen, Ernährungswochen nach Montignac und Adventsmarkt gibt es ein breites Angebot. Außerdem gibt es in der Umgebung fünf Golfplätze, Möglichkeiten für Tennis, Squash, schwimmen, Boot fahren, angeln und jagen. Im Winter kann man dem Langlauf oder dem Schneeschuhwandern frönen.
In der hauseigenen Badelandschaft Gallustherme sorgen Whirlpool, Pool mit Jetstream und Sprudelquell, Finnische Sauna, Dampfbad, Kneippanlage, Freiluft- und Ruheraum, Solarium, Konditionsgeräte, Vitabar und Liegewiese für das Rundum-Wellness-Feeling. Neben klassischen und modernen Kosmetik- und Massagebehandlungen werden Thalasso Meeresalgenanwendungen und Kräuterbäder angeboten. Für das „bisschen anders sein“ wurden die Schassbergers und ihre Mitarbeiter belohnt. 2006 wurden die Geschwister als „Gründer-Champions Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Jetzt überreichte ihnen der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister die Auszeichnung als „Dienstleister Baden-Württemberg 2010“. Damit ist das Hotel das einzige in Baden-Württemberg, das diesen Titel tragen darf. Die ehemalige königlich Württembergische Flößerherberge am Ebnisee erhielt den Preis in der Sparte „Vorbildliche Kundenfreundlichkeit“. „Darauf sind wir alle sehr stolz“, so Ulrike Schassberger. „Mein Bruder und ich haben seit wir das Hotel vor sieben Jahren übernommen haben, viel investiert – in die Hard- und in die Software. Wir freuen uns, dass diese Bemühungen Früchte tragen.“ Stern über dem Ebnisee
Ernst Karl Schassberger hat sich einen Michelin-Stern erkocht. Ein ganz besonderer Stern ist das Gourmet-Restaurant Ernst Karl, benannt nach dem Küchenchef. Das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant verspricht geschmacklich eindeutige kulinarische Genüsse – aromatisch oder süß, würzig oder zart, aus den Bergen oder dem Meer. In der Speisekarte schwingt die Liebe zur mediterran-französischen Küche des Ducasse-Schülers mit, so beim Wolfsbarsch mit Süßkartoffelcreme, Artischocken und Bouillabaise-Sauce oder beim Feigensalat mit Olivenöleis. Geschmackserlebnisse lassen auch die geschmorten Thymian-Aprikosen mit Aprikosensorbet und Karamellsauce mit Fleur de Sel oder das roh marinierte Staufenrind mit Röstbrot, Gänselebereiscreme und Kopfsalat vermuten.
Ernst Karl Schassberger lässt sich gerne über die Schulter schauen und verteilt bei seinen Kochkursen freigebig Tipps und Rezepte. Gäste des Gourmet-Restaurants sind eingeladen, nach dem Essen einen Blick in die Küche werfen. Wer das besonders ausgiebig tun möchte, hat die Möglichkeit am „Table du Chef“ zu speisen, einem besonderen Tisch mit Blick in die Küche. Doch auch die schwäbisch-regionale Küche kommt nicht zu kurz bei Schassbergers. In der rustikalen Flößerstube, in der Gläserstube und auf der idyllischen Terrasse steht auf der Speisekarte alles, was die Region zu bieten hat. Wir machen den UnterschiedBegonnen hat die Hotel-Geschichte mit einer Flößerherberge.
Über 250 Jahre ist das Hotel nun schon in Familienbesitz. „Es wurde ursprünglich für die Flößer gebaut, die von hier das Holz in die Schlösser nach Ludwigsburg und Stuttgart brachten“, erzählt Ulrike Schassberger. „Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde es zur Touristenunterkunft.“ Die Geschwister möchten das Haus durchs 21. Jahrhundert steuern. Dafür haben sie ziemlich viel umgekrempelt. „Wir haben heute ein modernes Haus mit einem großen Wellness-Bereich, fünf Seminarräumen und Tagungsmöglichkeiten für bis zu 80 Personen. Für unsere Gäste organisieren wir alles – vom Teamevent über geführte Aktivitäten bis hin zur Golfstunde“, zeigt die Chefin den eingeschlagenen Weg auf. „Die Hardware eines Hotels ist austauschbar. Wir und unsere Mitarbeiter, unsere persönliche Kompetenz ist es nicht. Was wir für unsere Gäste tun, um den Aufenthalt hier so zu gestalten, dass sie sich rundum wohl fühlen, macht für sie den Unterschied aus. Deswegen kommen sie wieder.“ www.schassberger.de
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