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Familienunternehmen, Verrenberg, Wein

Fürstliches Familienunternehmen für Genuss

Familienunternehmen, Verrenberg, Wein

Weinberge umgeben den Ort Verrenberg.

Als nachweislich ältestes Familienunternehmen bauen die Fürsten Hohenlohe-Oehringen auf dem 17 Hektar umfassenden Monopol-Weinberg „Verrenberger Verrenberg“ in der 27. Generation Wein an. Fragt man Joachim Brand vom fürstlichen Weingut danach, was das Besondere des Weinguts ist, nennt er zwei Dinge: Man habe eine Monopol-Lage und seit dem 1. September 2008 werde die gesamte Rebfläche nach ökologischen Richtlinien bearbeitet. Besonders stolz ist er auch auf die Mitgliedschaft im VDP Württemberg. Deutschlandweit hat der Verband Deutscher Prädikatsweingüter nur 200 Mitglieder, in Württemberg sind es gerade einmal 15. „Nur die renommiertesten Weingüter sind Mitglieder“, sagt Brand. „Sie werden nach strengen Kriterien ausgesucht und garantieren Spitzenweine.“

Wein-Tradition mit Innovation

Bei der Weinverkostung.

Familienunternehmen, Verrenberg, Weinverkostung

Bereits im Jahr 1260 wurde die Lage Verrenberg erstmals urkundlich erwähnt. Selbst die Ortschaft wurde nach der Lage benannt und nicht umgekehrt. Der Verrenberg, der sich an der Ortschaft entlang zieht, ist ein absoluter Südhang, der eine Steigung bis zu 45 Prozent aufweist. Die Weinberge liegen windgeschützt. Zusammen mit der Sonneneinstrahlung herrscht im Verrenberg ein begünstigtes Kleinklima, das den Trauben zu hoher Reife verhilft. Der Keupersandstein mit Muschelkalkhorizont sorgt für eine eindeutige Terroirausprägung. Angebaut werden hauptsächlich Riesling, Lemberger und Spätburgunder, aber auch Chardonnay, Merlot und Trollinger.

Familienunternehmen, Verrenberg, Wiesenkelter

Die Sommerterrasse der Weisenkelter.

Bis zum Jahrgang 2007 wurde der Wein des fürstlichen Weinguts in der 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Wiesenkelter am Rand von Verrenberg gekeltert. Danach wurde die alte Kelter renoviert und zu einem Restaurant mit viel Atmosphäre umgebaut. Im Erdgeschoss finden etwa 100 Gäste Platz, auf der Galerie weitere 30. Daneben entstanden neue Gebäude, in denen heute gekeltert, verkauft und verkostet wird. Hier kann man auch das historische, große Fass mit dem fürstlichen Wappen besichtigen.

Revierjäger Tobias Möller präsentiert Schinken, Wurst und Pasteten.

Familienunternehmen, Verrenberg, Wiesenkelter

Das Ensemble wurde damit an die Bedürfnisse des Weinbaubetriebs angepasst, der seine Produkte komplett selbst vermarktet. Im Restaurant kann man sich an den Produkten aus der fürstlichen Jagd und dem Weinbau delektieren. Nebenan gibt es dann alles zu kaufen. Gäste, die noch keine Weinzähne sind, haben so die Chance, ihre Liebe zum Wein zu entdecken, wenn sie nach einer Wanderung oder einem Ausflug die ländliche Weingut-Idylle zum Einkehren auswählen. „Über 50 Prozent unserer Kunden sind Privatkunden“, sagt Brand. „Deshalb bieten wir auch eine derartige Bandbreite von einfachen Ortsweinen und Gutsweinen bis zu Kostbarkeiten, die wir im Barrique ausbauen, und Riesling-Spezialitäten.“

Herzlich, persönlich, regional

Familienunternehmen, Verrenberg, Wiesenkelter

Das Restaurant in der Wiesenkelter.

So möchten die Pächter der Wiesenkelter, Sabine und Karlheinz Kopf, das Restaurant betreiben. Der Chef steht am Herd, Sabine Kopf ist für den Service verantwortlich. „Saisonale Frische-Küche aus regionalen Zutaten“ strebt der Mann am Herd an. Deshalb findet sich auf der Karte neben dem Rostbraten und anderen schwäbischen Gerichten von der Wildpastete bis zum -ragout allerhand Wild. Der fürstliche Revierjäger Tobias Möller sorgt dafür, dass der Nachschub nicht ausgeht. Bei Weinverkostungen ist er auch vor Ort und präsentiert neben frischem Wild Produkte wie luftgetrockneten Schinken, Salami, Pasteten, Grill- und Knackwürste. Serviert wird nicht nur im Restaurant, sondern bei gutem Wetter auch auf der Sonnenterrasse. Das Kelterhäusle zwischen Kelter und Weinberg lädt ebenfalls zur Rast ein. Gratis ist überall die Aussicht auf die Reben des Verrenbergs.

Qualität und Individualität

Joachim Brand freut sich über die Auszeichnung
mit dem Deutschen Rotweinpreis 2010.

Familienunternehmen, Verrenberg, Hades-Wein

„Für uns ist die Qualität das A und O“, betont Brand. „Wir achten bei all unseren Produkten darauf, dass sie sorgfältig hergestellt werden. Das beginnt schon im Weinberg, wo wir nach ökologischen Richtlinien wirtschaften.“ Das bedeute nicht, dass man mal einfach Gras zwischen den Reben wachsen lasse, macht der Winzer deutlich. „Wir säen zwischen den Reben bestimmte Saatmischungen ein, mit denen wir auch die Förderung und Mehrung der Artenvielfalt von Pflanzen- und Tierwelt im Ökosystem Weinberg anstreben. Neben einer verbesserten Weinqualität ist für uns die Gesunderhaltung der Natur wichtig.“ Man wolle gesunde Weinberge ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Mitteln. Die Erhaltung und Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit sei ein weiteres Ziel.

Familienunternehmen, Verrenberg, Hades-Wein

Fünf Winzer und das Staatsweingut in Weinsberg
haben sich für das Projekt Hades zusammengeschlossen.

Besondere Sorgfalt verwende man auf den Ausbau der Lagenweine Gewann „Butzen“, und der Ersten Lage „Verrenberg“, die durch VDP geregelt sei. Selbstverständlich lasse man auch bei den Barrique-Weinen, für die das Gut bekannt ist, große Sorgfalt walten. Belohnt wurden die Anstrengungen mit dem Deutschen Rotweinpreis 2010 in der Kategorie „Cuvée“ für den Hades-Wein „Ex flammis orior“ 2008, benannt nach dem Wappenspruch des Hauses Hohenlohe-Oehringen: aus Flammen erhebe ich mich. Die Bezeichnung Hades steht nicht für den Gott der Unterwelt, sondern für die Anfangsbuchstaben der barrique-begeisterten Winzer, die sich für „große Weine aus kleinen Fässern“ begeistern: Fürst Hohenlohe-Oehringen, Öhringen, Graf Adelmann, Kleinbottwar, Drautz-Able, Heilbronn, Jürgen Ellwanger, Winterbach, Sonnenhof Gündelbach und das Staatsweingut in Weinsberg. Gemeinsam haben die Winzer strenge Regeln für ihre unter dem Hades-Label produzierten Weine festgelegt und gemeinsam entscheiden sie, welche Weine tatsächlich unter der Bezeichnung Hades vermarktet werden dürfen. „Gereift entfaltet der Hades-Wein seine ganze Fülle und Frucht“, schwärmt Brand. „Die Verleihung des Rotweinpreises zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

www.verrenberg.de