Rampf: Auf dem Weg zum Aha-Erlebnis
Die Rampf-Gruppe ist ein gefragter Ansprechpartner in den Bereichen Engineering and Chemical Solutions und kann seit vielen Jahren auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit Beratern zurückblicken.

Rampf: Auf dem Weg zum Aha-Erlebnis

Familienunternehmer haben mitunter den Ruf, ungern einen Berater ins eigene Haus holen zu wollen. Nicht so Michael Rampf, geschäftsführender Gesellschafter der Rampf Holding. Er schätzt die Vorzüge einer externen Expertise.

Wie stehen Sie als Familienunternehmer zum Thema Beratung und Berater?

Michael Rampf: Generell finde ich eine externe Beratung für Familienunternehmen wichtig, zumal wenn es um sehr komplexe Themen wie die Erarbeitung einer neuen Strategie, um das Steuerrecht oder die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung geht. Ob ein Berater nötig ist oder nicht, hängt aber auch davon ab, wie man als Unternehmen aufgestellt ist. Wir stellen uns hier im Vorfeld die Frage, inwieweit nicht die eigenen Mitarbeiter, die in der Regel ihre Prozesse am besten kennen, für ein solches Unterfangen die erste Adresse sein sollten. Es geht zudem darum, zu klären, ob es dafür im Unternehmen überhaupt die nötigen zeitlichen und personellen Kapazitäten gibt. Jedenfalls hat sich bei uns in der Rampf-Gruppe gezeigt, dass eine externe, neutrale Expertise in vielen Fällen sehr hilfreich ist und war.

Vor ein paar Jahren haben Sie und Ihr Bruder sich dazu entschieden, Ihre Marke neu aufzustellen und hierfür einen externen Berater hinzuzuziehen…

Richtig. Dass wir unsere Marke neu ausrichten müssen, war eines der Ergebnisse eines sehr aufwändigen Strategieprozesses, den wir nach dem Generationswechsel durchlaufen und vorangetrieben haben. Mein Vater ging damals als Visionär von Bord und wir mussten uns unsere eigene Vision erarbeiten. Bereits in dieser Phase waren Berater mit am Start. Dabei wurde analysiert, wo wir als Holding stehen, wo wir hinmöchten und wie wir in unserer Gesamtheit als Gruppe nach außen wahrgenommen werden wollen. Schnell wurde klar, dass sich die Neuausrichtung der Marke als sehr komplex darstellt und wir hier einen Input von außen brauchen. Wir hatten zwar gute Marketingleute, uns fehlte aber ein ausgewiesener Marken-Spezialist.

Wie sind Sie bei der Suche nach einem passenden Berater vorgegangen?

In diesem Fall sind wir schnell fündig geworden, denn mit Wolf Hirschmann hatte bereits unser Vater über viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet. Zudem hat er als Marken-Experte bei vielen mittelständischen Unternehmen einen hervorragenden Ruf. Generell kann ich empfehlen, Fachliteratur zu lesen, um sich ein einigermaßen verlässliches Urteil über die Fähigkeiten eines Beraters bilden zu können. Darüber hinaus schätze ich hier den Rat von Unternehmerfreunden, lege viel Wert aufs Netzwerken.

Wie wurde das Hinzuziehen eines Beraters intern gegenüber den Mitarbeitern kommuniziert?

Die Ergebnisse wurden den Mitarbeitern kommuniziert, nicht dass ein Berater uns unterstützte. Unsere Führungskräfte waren natürlich im Rahmen von Workshops in den ganzen Prozess mit eingebunden.

Welche konkreten Ergebnisse konnten erzielt werden, die vielleicht ohne Berater gar nicht zustande gekommen wären?

Wir sind jetzt in der Lage, knapp und selbsterklärend darzustellen, was wir als Gruppe tun und wofür wir stehen. Was für die einzelnen Unternehmensbereiche schon immer relativ einfach darstellbar war, gilt seit dem erfolgreichen Abschluss des Projekts auch für die Gruppe. Es gab während dieses Erarbeitungsprozesses mit dem Berater einige Aha-Erlebnisse. Eines war die Erkenntnis, dass es eine Diskrepanz zwischen unserer Sicht und der von Externen auf die Gruppe gab. Da haben wir die wahre Komplexität zum ersten Mal so richtig wahrgenommen. Jetzt ist ein roter Faden in der Kommunikation für alle erkennbar, der sich durch alle Unternehmensbereiche zieht.

Was ist Ihnen bei der Zusammenarbeit mit einem Berater besonders wichtig?

Wir versuchen zu unseren Beratern eine langjährige Beziehung, eine Partnerschaft aufzubauen, die auf Vertrauen setzt. Es hat zudem viele Vorteile, wenn der Externe bereits alle Prozesse im Unternehmen kennt und man nicht immer wieder von vorne anfangen muss.

Inwieweit haben Sie auch mal schlechte Erfahrungen mit Beratern gemacht?

Direkt bei uns im Haus zum Glück nicht. Allerdings auf Unternehmer-Veranstaltungen, die eigentlich zum Netzwerken mit anderen Inhabern und Führungskräften da sind. Da sind leider oft gefühlt mehr Berater anwesend als eben diejenigen, mit denen man eigentlich gerne Networking betreiben würde. (-hf)

www.rampf-gruppe.de

Tipp: Mehr zum Thema Familienunternehmen und Berater lesen Sie in der September-Ausgabe 2018 unseres Magazins DIE NEWS.

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