Studie: Mittelstand schätzt Zusammenarbeit mit Start-ups
Das Interesse von mittelständischen Unternehmen an der Kooperation mit Start-ups ist hoch, doch die Umsetzung wird meistens noch dem Zufall überlassen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Mittelstand meets Startups 2018“ des RKW-Kompetenzzentrums.

Studie: Mittelstand schätzt Zusammenarbeit mit Start-ups

Das Interesse von mittelständischen Unternehmen an der Kooperation mit Start-ups ist hoch, doch die Umsetzung wird meistens noch dem Zufall überlassen. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie „Mittelstand meets Startups 2018“ des RKW-Kompetenzzentrums. „Viele Mittelständler haben mittlerweile erkannt, dass sich die Zusammenarbeit mit Start-ups lohnen kann. Das beweist auch unsere Studie: Über 95 Prozent der KMU, die schon mal mit Startups zusammengearbeitet haben, würden dies auch künftig tun", erklärt der RKW-Vorstandsvorsitzende Dr. Eduard Sailer. Ziele für die Mittelständler seien die Erschließung neuer Technologien (64 Prozent) und die Entwicklung von Produktinnovationen (61 Prozent). „55 Prozent wollen den Einstieg in neue Märkte erreichen, 49 Prozent erhoffen sich, potenzielle Mitarbeiter über die Kooperation kennenzulernen. Knapp ein Fünftel der befragten Unternehmen sehen die Start-ups als Investitionsmöglichkeit“, so Sailer weiter.

Kooperation erfolgt meistens durch Zufall

Die Zusammenarbeit ist nach den Ergebnissen der Studie in den meisten Fällen vonseiten der KMU nicht strategisch geplant: Über 70 Prozent der Kontakte ergeben sich eher zufällig. Nur 27 Prozent der KMU ergreifen hingegen Maßnahmen, um gezielt Kontakt zu Jungunternehmen aufzunehmen. „Hier besteht definitiv noch Luft nach oben: In der gemeinsamen Arbeit mit Start-ups erschließen sich vielen etablierten Mittelständlern nicht nur neue Märkte und Zielgruppen, sondern auch Einblicke in andere Unternehmenskulturen. Deshalb sollten sie diese Chancen unbedingt strategisch prüfen und gezielt nach passenden Gründern suchen“, unterstreicht Sailer. Rund ein Drittel der KMU gab in der RKW-Studie an, nur Start-ups mit Firmensitz in Deutschland für eine mögliche Kooperation ins Auge zu fassen. Das Alter der Führungsriege oder die Branchenerfahrung der Gründer der Startups spielen dagegen nur eine geringere Rolle.

Für die Studie wurden 250 kleine und mittlere Unternehmen aus den Branchen Maschinen- und Fahrzeugbau, Information und Kommunikation sowie Chemie und Pharma im März 2018 telefonisch befragt.

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