Bundespräsident Steinmeier besucht Lapp
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender (hintere Reihe, 7./8. v.l.) informierten sich bei Lapp über die berufliche Ausbildung.

Bundespräsident Steinmeier besucht Lapp

Am Donnerstag besuchten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender das Stuttgarter Familienunternehmen Lapp, um sich über die Praxis und die Herausforderungen der betrieblichen Ausbildung zu informieren. Anlass war die Themenwoche der beruflichen Bildung vom 16. bis 20. April, für die das Paar die Schirmherrschaft übernommen hat.

„Für uns ist der Besuch ein Zeichen der Wertschätzung für das enorme Engagement, das wir im Bereich der Ausbildung an den Tag legen. Umso mehr freut es mich, dass der Bundespräsident und seine Frau als einziges Unternehmen heute Lapp besuchen“, sagte Andreas Lapp, Vorstandsvorsitzender der Lapp Holding AG. Bei dem Besuch tauschten sich die VIP-Besucher mit Auszubildenden, Ausbildungsverantwortlichen und Mitarbeitern, die nach der Ausbildung zu Führungskräften aufgestiegen sind, aus. Themen waren unter anderem die Gewinnung von Auszubildenden, wie sie das Familienunternehmen während und nach der Ausbildung einbindet, was die besonderen Herausforderungen dabei sind und wie die Ausbildung der Zukunft aus Sicht der Azubis und des Unternehmens aussehen soll. Zudem fand ein Fachgespräch mit Mitgliedern der Unternehmerfamilie Lapp, Personalverantwortlichen und einigen Auszubildenden sowie den Delegationsteilnehmern statt.

Qualifizierte Ausbildung als Grundstock

„Als Familienunternehmen nehmen wir gesellschaftliche Verantwortung besonders ernst. Wir wollen jungen Menschen gute Zukunftsperspektiven bieten. Eine qualifizierte Ausbildung ist der Grundstock dafür. Wir bilden hauptsächlich für den Eigenbedarf aus, denn mit gut ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeitern sichern wir unsere Leistungskompetenz und damit den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens“, sagte Matthias Lapp, CEO für die Region Europa, Afrika, Mittlerer Osten und Südamerika. Hilmar Döring, Vorstand für Personal und Organisationsentwicklung, betonte: „Eine gute Ausbildung ist nur der erste Schritt. Wir wollen den jungen Menschen Perspektiven aufzeigen. Deshalb wollen wir unser Unternehmen zu einer lernenden Organisation machen, in der lebenslanges Lernen der Mitarbeiter und die ständige systematische Weiterentwicklung der Organisation miteinander verbunden werden.“ Aktuell werden bei Lapp am Standort Stuttgart 65 junge Männer und Frauen ausgebildet. Beim Gespräch mit dem Bundesprädienten dabei war beispielsweise Tedros Gebru, der 2011 aus Eritrea nach Deutschland gekommen ist und 2017 seine Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer abgeschlossen hat: „Ich fand es super, dass sich so ein hochrangiger Politiker auch für die Jugend interessiert. Eine gute Ausbildung verbessert unsere Perspektiven für die Zukunft. Und ich bin sehr froh, dass ich bei Lapp so viele Möglichkeiten habe.“ In den vergangenen Jahren konnten über 90 Prozent der Auszubildenden übernommen werden.

Auslandsaufenthalte für Auszubildende

Als weltweit tätige Unternehmensgruppe ermöglicht Lapp nach eigenen Angaben den Auszubildenden und dualen Studenten Auslandsaufenthalte. Sie dürfen für vier bis zwölf Wochen entweder in einer der Gesellschaften im Ausland in verschiedenen Abteilungen arbeiten oder bekommen über das EU-Förderprogramm „ERASMUS+“ die Möglichkeit, eine Fremdfirma zu besuchen – Sprachkurs eingeschlossen. 22 Azubis nutzten 2017 das Angebot. Während der Ausbildung ist eine engmaschige Betreuung garantiert. So gibt es beim Familienunternehmen in Stuttgart 86 Ausbildungsbeauftragte und sechs fachliche Ausbilder. Diese müssen auch besonders auf die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Auszubildenden eingehen. Ausbildungsreferentin Anne Voigt: „Neben Deutsch sprechen unsere Azubis 21 verschiedene Sprachen. Diese Mehrsprachigkeit ist eine absolute Bereicherung für Lapp.“

 

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