Junge Unternehmer kritisieren Koalitionsvertrag
„Diese Groko saugt unsere Generation aus“, sagt der Bundesvorsitzende des Verbands „Die Jungen Unternehmer“, Dr. Hubertus Porschen

Junge Unternehmer kritisieren Koalitionsvertrag

„Der Koalitionsvertrag von Union und SPD ist ein teures Stückwerk ohne Vision“, kritisiert der Bundesvorsitzende des Verbands „Die Jungen Unternehmer“, Dr. Hubertus Porschen. „Spätestens ab 2025 werden wir Jungen die hohe Zeche für die Rentengeschenke der Großen Koalition schmerzhaft am Ende des Monats auf der Lohnabrechnung bemerken. Insbesondere die Mütterrente, die mit 3,4 Milliarden Euro pro Jahr zu Buche schlägt, und das Einfrieren des Rentenniveaus auf 48 Prozent werden die junge Generation finanziell extrem belasten.“ Immer weniger junge Menschen müssten dann noch mehr Rentner finanzieren. Die Höhe der eigenen Altersvorsorge stehe trotz steigender Rentenabgaben in den Sternen. „Diese Groko saugt unsere Generation aus.“ Trotz blumiger Worte fehle nach Ansicht von Porschen dem Koalitionsvertrag ein roter Faden, wie die Chancen der Digitalisierung in Zukunft genutzt werden sollen. Die Umstellung auf Gigabit-Netze bis zum Jahr 2025 sei richtig, aber schon bei dem hehren Ziel, alle Einrichtungen des Bundes mit W-LAN auszustatten, verliere sich der Koalitionsvertrag im Klein Klein und in Selbstverständlichkeiten. „Glasfaser und W-LAN-Zugang machen noch keine digitale Zeitenwende – wir brauchen eine gemeinsame Vision. Wenn sich darüber hinaus weiterhin vier Ministerien um die Kompetenzen streiten, haben wir eher vier Jahre Stillstand, statt Aufbruch.“ Es fehle eine koordinierende Stelle, die ressortübergreifend den digitalen Wandel vorantreiben könne, ein Staatsminister für Digitalisierung.

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