Studie: Vielen Mittelständlern fehlt Know-how zur Auswertung von Industrie-4.0-Daten

Etwa jedem zweiten mittelständischen Industriebetrieb fehlen sowohl das Wissen als auch die technische Ausstattung, um industrielle Daten auswerten zu können. Da bereits drei Viertel der Unternehmen Maschinenwerte beim Kunden erfassen oder eigene Daten an ihre Ausrüster liefern, bleiben demnach viele dieser Informationen ungenutzt beziehungsweise werden falsch interpretiert. Das sind die Ergebnisse der Studie „Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0“ des Mittelstandsfinanzierer Creditshelf und der TU Darmstadt, die für die Studie 187 Vorstände und Geschäftsführer befragt hatten. „Es ist schade, dass viele Betriebe ihre industriellen Daten und die ihrer Kunden noch nicht weitergehend analysieren können. Der deutsche Mittelstand sollte entsprechendes Know-how aufbauen", fordert Dr. Tim Thabe, Gründungspartner und Vorsitzender der Geschäftsführung von Creditshelf, und ergänzt: „Die Produktion von morgen wird auf Echtzeit-Daten basieren und das wird auch die Finanzierung von Grund auf verändern.“ Die Kreditgeber würden künftig auch die Industrie-4.0-Daten eines Unternehmens analysieren. Das gelte nicht nur für die Akteure aus der neuen Fintech-Welt, sondern auch für die klassischen Hausbanken.

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