Neue Business School in China nach Prof. Hermann Simon benannt
Prof. Hermann Simon eröffnete die nach im benannte Hermann Simon Business School in Weifang in China.

Neue Business School in China nach Prof. Hermann Simon benannt

Eine in China neu gegründete Business School wurde nach Professor Hermann Simon benannt. Die „Hermann Simon Business School" in Weifang widmet sich insbesondere dem von Simon erfundenen Hidden-Champions-Konzept. Hidden Champions (heimliche Gewinner) sind wenig bekannte mittelständische Weltmarktführer. Von diesen Firmen hat Deutschland mehr als jedes andere Land. Das Konzept trifft in China auf höchstes Interesse. Simons Hidden-Champions-Bücher sind dort bereits in fünf Auflagen erschienen und zu Bestsellern geworden. Simon ist Gründer und Honorary Chairman von Simon - Kucher & Partners, einer weltweit operierenden Unternehmensberatung.

Deutsche Hidden Champions Vorbild für Chinesen

In den letzten zwei Wochen hat Simon in China eine Vortragsreise absolviert und auf großen Managementkonferenzen ein Dutzend Vorträge gehalten sowie zahlreiche Interviews gegeben. End- und Höhepunkt der Reise war die Eröffnung der neuen Business School in Weifang-Shouguang in der Provinz Shandong, die zu den stärksten Industrieregionen Chinas gehört. Shouguang hat 1,1 Millionen Einwohner und ist ein Teil der Neun-Millionen-Stadt Weifang. Es gibt dort vor allem mittelständische Unternehmen mit einem Schwerpunkt in der chemischen Industrie, darunter einige Hidden Champions. So ist die Firma Moris Technologies Weltmarktführer bei mehreren Spezialchemikalien, die zum Flammschutz eingesetzt werden. Laut Simon streben zahlreiche chinesische Mittelständler ins Ausland und haben hohe Ambitionen. Viele betonen ihre Entschlossenheit, Weltmarktführer zu werden. Die deutschen Hidden Champions sehen sie dabei als ihre Vorbilder.

Keine Angst vor chinesischer Dominanz

Deutsche Unternehmen sind in China sehr gut vertreten. Der größte Standort ist die Stadt Taicang in der Nähe von Shanghai. Allein in dieser Stadt gibt es 280 deutsche Firmen, von denen rund 200 Fabriken betreiben. Chinesische Firmen gehen in den deutschen Markt in der Regel nicht, indem sie neue Fabriken bauen, sondern Firmen aufkaufen. Seit 2014 sind 164 deutsche Firmen von Chinesen gekauft worden. Deutsche Firmen haben im gleichen Zeitraum 31 chinesische Unternehmen erworben. Laut Simon schreitet die Integration der deutschen und der chinesischen Wirtschaft rapide voran. Er sieht das als einen normalen Prozess im Rahmen der Globalisierung und hat keine Angst vor einer chinesischen Dominanz. Allerdings, so betont er, müssen wir uns in Deutschland enorm anstrengen, bürokratische Hemmnisse beseitigen und vor allem schneller werden.

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