Familienunternehmen Vorwerk und Eneco-Energie investieren in Thermondo
Philipp Pausder ist Geschäftsführer und Mitgründer von Thermondo.

Familienunternehmen Vorwerk und Eneco-Energie investieren in Thermondo

Der deutsche Newcomer auf dem Heizungsmarkt hat erfolgreich eine neue Finanzierungsrunde über 21 Millionen Euro abgeschlossen. Als neue Investoren sind das niederländische Energieunternehmen Eneco und der Haushaltsgerätehersteller Vorwerk bei dem Berliner Unternehmen eingestiegen. Der Frühphasen- und Wachstumsinvestor Holtzbrinck Ventures und der von der IBB Beteiligungsgesellschaft mbH gemanagte VC Fonds Technologie Berlin haben an der Finanzierungsrunde erneut teilgenommen. Das Kapital wird für das weitere Wachstum und für den Ausbau der Technologie-Plattform genutzt. Thermondo kündigte an, verstärkten Fokus auf seine Produkt- und Softwareentwicklung zu legen.

Modernisierungsstau bietet großes Potenzial

„Wir freuen uns sehr über die neuen Gesellschafter. Sie bringen ergänzend zu den Altinvestoren weitere relevante Expertise für uns mit. Das war unser Ziel. Vorwerk ist führend in Europa im Direktvertrieb und hat jeden Tag Kontakt zu tausenden von Hauseigentümern. Eneco ist ein europäischer Marktführer im Connected-Home-Segment mit über 300.000 installierten Anlagen“, so Philipp Pausder, Geschäftsführer von Thermondo. 

Das junge Heizungsunternehmen verzeichnet ein ungebrochen hohes Interesse von Investoren, denn mit seiner neuen Softwarelösung bringt es Tempo in den traditionellen, fragmentierten Heizungsmarkt. Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) müssten bis 2020 rund 15 Millionen Heizungen in Deutschland modernisiert werden. Derzeit sind nur knapp 20 Prozent der Heizungen auf dem aktuellen Stand der Technik. Mithilfe des intelligenten Algorithmus und einer radikalen Ausrichtung an den Kundenbedürfnissen kann das Potenzial des riesigen Marktes deutlich effizienter genutzt werden. So hat Thermondo bereits über 9.000 Kunden ein CO2-ärmeres Heizen ermöglicht.

Überzeugt vom Geschäftsmodell

„Wir sind überzeugt vom Geschäftsmodell von Thermondo, denn heutzutage sehen sich viele Hausbesitzer und Vermieter als selbstbestimmte Prosumer. Sie wollen smarte Wohnungen und Häuser. Dazu zählt auch eine moderne und effiziente Heizung, die schnell und ohne viel Aufwand ausgesucht und installiert werden kann. Genau diesen Service bietet Thermondo seinen Kunden, zusammen mit einem guten Marktüberblick, den der lokale Handwerker meist nicht bieten kann. Außerdem hat Thermondo als erstes Unternehmen ein komplett digitalisiertes Produkt für den Heizungswechsel entwickelt und das große Potenzial für die Branche erkannt“, so Dirk Meurer von Vorwerk.

Auch Joeri Kamp von Eneco ist überzeugt, dass sich mit den Veränderungen im Energiemarkt neue Chancen realisieren lassen: „Thermondo hat ein erfolgreiches, digitales Modell entwickelt, mit dem der Umstieg auf moderne Haustechnik schneller und einfacher gelingt. Bei unseren Connected-Home-Produkten streben wir eine langfristige Kundenbeziehung an, um gemeinsam die Energieeffizenz in den Haushalten unserer Kunden zu steigern. Wir sind angesichts der vielen Schnittstellen zu unserer eigenen Strategie sehr an Thermondos Geschäftsmodell und Software interessiert.“

Für die nächste Wachstumsphase hat das junge Unternehmen sein Management-Team verstärkt und konnte in den letzten Monaten gleich drei wachstumserfahrene Manager ins Team holen: André Heeg (Vertrieb), David Hanf (Finanzen, HR) und  Jessica Tan (Produkt). Die beiden Mitgründer Florian Tetzlaff und Kristofer Fichtner sind im Rahmen der Kapitalerhöhung operativ ausgestiegen und bleiben Thermondo als Gesellschafter erhalten.

© 2017 Dr. Breitsohl Verlagsgesellschaft mbH. Alle Rechte vorbehalten. www.familienunternehmer-news.de | Website: travix-media.de