Axia Award 2017 verliehen
Am 30. November wurde der Axia Award 2017 in Düsseldorf verliehen. Auf dem Bild: Die Preisträger und Juroren des Award.

Axia Award 2017 verliehen

Nachhaltiges Unternehmertum stand im Fokus des diesjährigen bundesweiten Axia Award. Die Auszeichnung wird von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, dem Magazin „Wirtschaftswoche“ und dem BDI in unterschiedlichen Kategorien an mittelständische Unternehmen vergeben.

Gewinner der Kategorie „Strategie“ ist die Nemetschek Group aus München, der europäische Marktführer für Planungssoftware. Prominente Projekte wie das Dresdner Albertinum oder der Schweizer Gotthard-Basistunnel wurden mit der Software des Unternehmens geplant. Mit Erfolg: Die Projekte konnten früher als geplant umgesetzt werden. Mit gezielten Zukäufen möchte das Unternehmen seine Marktführung ausbauen. Hierbei setzt es nicht allein auf Größe, sondern auf Marken, die das Portfolio der Gruppe sinnvoll komplettieren – seit 2014 wurden vier Unternehmen integriert. Durch die Mischung aus organischem Wachstum und Akquisitionen will Nemetschek seine Präsenz in Asien oder den USA stärken und verdient sich mit dieser nachhaltigen Wachstumsstrategie die Auszeichnung.

An die Spitze der Kategorie „Innovation“ setzte sich die Beumer Group. Das Familienunternehmen verbessert permanent die bestehende Produktion, schafft aber auch Neues. Das Ideenmanagement der Gruppe sieht nicht nur „Pitch Days“ vor, an denen Mitarbeiter ihre Ideen einbringen können, sondern fördert mit dem Start-up „BG.evolution“ im Umfeld der TU Dortmund auch digitale Lösungen und Innovationen für die Verpackungsbranche. Für ihren Einsatz für seine Mitarbeiter erhält das Unternehmen Schattdecor den Award in der Kategorie „Mensch“. Neben zahlreichen Fortbildungsmöglichkeiten spielen Kinderbetreuungsangebote eine große Rolle. „Fairness und Verantwortung kennzeichnen die Erwartung und den Umgang mit Mitarbeitern – ob in China, Brasilien oder am Stammsitz in Bayern“, unterstrich die Jury.

Sieger der Kategorie „Ressourcen“ ist der bayerische Feinkost- und Senfhersteller Develey, der auf dem Weg ist, vollständig CO2-frei zu werden. Dafür hat das Unternehmen eifrig Vorarbeit geleistet: Die Firmenzentrale ist bereits CO2-neutral. Zudem sollen bis 2020 weiter Ressourcen geschont, auf Palmöl verzichtet und die CO2-Neutralität des ganzen Unternehmens an allen 18 Standorten weltweit erreicht werden. Der Sonderpreis „Integration“ ging an das Bauunternehmen Wolff & Müller Holding aus Stuttgart für ihr Engagement zur Integration von Flüchtlingen. Über den Sonderpreis „Lebenswerk“ konnte sich Rolf Königs, früherer Chef und heutiger Mitgesellschafter des Automobilzulieferers Aunde Achter & Ebels mit Sitz in Krefeld freuen. 

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