Deutsche seltener krank - Branche entscheidend für Dauer

Der Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2017 auf 13,8 Tage gesunken. Im gesamten Jahr 2016 fehlten deutsche Arbeitnehmer im Krankheitsfall noch 14,0 Tage. Das ergab eine Auswertung der Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

„Je nach Branche fehlten Arbeitnehmer unterschiedlich lang an ihrer Arbeitsstelle“, sagt Jutta Baitinger vom KKH-Serviceteam in Böblingen. „Wer in den Bereichen Verkehr und Lagerei arbeitet, war mit 16,2 Fehltagen im Krankheitsfall 2,5 Tage länger krank als der Durchschnitt.“ Bau- und Gastgewerbe belegten mit 15,7 beziehungsweise 15,1 Tagen die Plätze 2 und 3. Währenddessen waren Angestellte im Dienstleistungssektor bedeutend kürzer krankgeschrieben. So fehlten Mitarbeiter in der Informations- und Kommunikationsbranche durchschnittlich nur elf Tage am Arbeitsplatz. Über alle Branchen hinweg verursachten Krebsdiagnosen mit 66,8 Tagen und psychische Erkrankungen mit 37,7 Tagen die längsten Ausfallzeiten.

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