Karrieretag Familienunternehmen: Teamplayer bevorzugt
Der Fluidspezialist Bürkert aus Ingelfingen, Hersteller von Mess-, Steuer- und Regelungssystemen für Flüssigkeiten und Gase, war Gastgeber des 19. Karrieretags Familienunternehmen am 30. Juni 2017. (Foto: Bürkert)

Karrieretag Familienunternehmen: Teamplayer bevorzugt

„Begehrter als Deutschlands Top-Model sind qualifizierte Fach- und Führungskräfte“, sagt Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen. Um junge Akademiker bis hin zu berufserfahrenen Führungskräften für eine Karriere in Familienunternehmen zu begeistern, hat die Stiftung gemeinsam mit führenden Familienunternehmen und dem Entrepreneurs Club den „Karrieretag Familienunternehmen“ ins Leben gerufen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie.

Teamgeist statt Ego

Am 30. Juni 2017 wurde der Karrieretag vom Fluidspezialisten Bürkert in Ingelfingen ausgerichtet. Auf dem neuen Campus des weltweit führenden Herstellers von Mess-, Steuer- und Regelungssystemen für Flüssigkeiten und Gase präsentierten sich 50 führende Familienunternehmen aus ganz Deutschland als Arbeitgeber von ihrer besten Seite. Sie zeigten unter anderem, dass sie mit ihrer Unternehmenskultur genau das bieten, was sich Hochschulabsolventen, aber auch Berufserfahrene wünschen. Für sie gehören nämlich eine gute Arbeitsatmosphäre und Teamgeist zu den ausschlaggebenden Faktoren, wenn sie sich für ein Jobangebot entscheiden. Das belegt die Studie „Familienunternehmen als Arbeitgeber“ der TU München (TUM) im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen. Dazu werden seit 2008 die Teilnehmer auf den Karrieretagen befragt. „Zur Unternehmenskultur von Familienunternehmen gehört es, eine große Eigenverantwortlichkeit und partnerschaftliche Zusammenarbeit zu fordern und zu fördern. Sie suchen Teamplayer und keine Einzelkämpfer, die mit harten Bandagen kämpfen“, ergänzt Heidbreder.

Auch für das Familienunternehmen Bürkert ist Teamwork wichtiger Teil der Unternehmenskultur. „Wir haben zum Beispiel viele Abteilungen aufgelöst und uns stattdessen bereichsübergreifend mit wenigen Schnittstellen organisiert“, so Heribert Rohrbeck, Geschäftsführer der Bürkert-Gruppe. „Die Verantwortung liegt in den Teams und das ganze Unternehmen lebt eine Politik der offenen Türen.“ Gerade als Familienunternehmen habe man bei der stetigen Anpassung des Unternehmens an seine Umwelt einen Vorteil, fährt Rohrbeck fort, „denn wir haben einen langen Atem. Die Gesellschafter halten uns den Rücken frei.“

Großes Interesse an Familienunternehmen

Insbesondere große Familienunternehmen in ländlichen Gegenden, wie Bürkert, sind darauf angewiesen, über ihre Region hinaus als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Wie die Umfrage der TU München zeigt, gelingt ihnen dies: Junge Akademiker bewerten bei neun von 14 Kriterien Familienunternehmen als die besseren Arbeitgeber.

Ein weiteres Indiz, dass Fach- und Führungskräfte Familienunternehmen als attraktive Arbeitgeber wahrnehmen, sei auch die große Anzahl an Bewerbungen für den Karrieretag, sagt Stefan Klemm vom Entrepreneurs Club: „Rund 2.700 hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte haben sich beworben, 650 sind ausgewählt worden, die aus ganz Deutschland und zum Teil sogar aus dem Ausland zum Karrieretag nach Ingelfingen kamen.“

Der nächste „Karrieretag Familienunternehmen“ findet am 10. November 2017 bei der Firma Schüco in Bielefeld statt. Weitere Informationen unter www.karrieretag-familienunternehmen.de

Die Studie „Familienunternehmen als Arbeitgeber“ der TUM steht unter www.familienunternehmen.de zum Download bereit.

© 2017 Dr. Breitsohl Verlagsgesellschaft mbH. Alle Rechte vorbehalten. www.familienunternehmer-news.de | Website: travix-media.de