Speak to Lead - Wie man ein guter Redner wird

Für viele Menschen ist es eine große Herausforderung, öffentlich vor einem größeren Publikum zu sprechen. Eine Rede zu halten, macht uns nervös. Schließlich kennen wir alle diese Reden, bei denen wir als Zuhörer fast einnicken und froh sind, wenn es vorüber ist. Und wir bewundern diejenigen, die  uns mit ihrer Rede inspirieren und begeistern und dabei so gelassen wirken, als ob sie zuhause Freunden von ihrem letzten Urlaub erzählen.

Reden muss man üben

Malte W. Wilkes, Seniorpartner der Unternehmensberatung Erfolgsketten Management Wilkes Stange GbR in Hamburg, Ehrenpräsident des BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater,  Buchautor und Vortragsredner, hat ein Buch herausgegeben, das dabei unterstützen möchte, „Ideen, Visionen oder einfach nur die Wahrheit“ in Reden zu verkaufen. Die wichtigste Nachricht: „Ein guter Redner zu sein liegt nicht in den Genen“, schreibt Wilkes. Rede sei ein Handwerk mit Werkzeugen und genau um diese Werkzeuge geht es in dem Buch. Ansonsten hilft nur üben, üben, üben. Das tun auch Wilkes und seine Mitautoren, die alle Mitglieder der Düsseldorfer Toastmasters sind, einer internationalen Redeorganisation mit lokalen Clubs. Dort lernt man und hilft sich gegenseitig, ein besserer Redner zu werden.

Nach einem Grundlagen-Kapitel, in dem die Autoren auf Redestruktur, Redeunsicherheit, Authentizität, Körpersprache, das Reden mit Stift, Rededauer und ähnliches mehr eingehen, werden die verschiedenen Arten von Reden und ihre Wirkung vorgestellt, zum Beispiel die spontane Rede, die Humorrede, die Storytelling-Rede usw.  Die folgenden Kapitel befassen sich mit Diskussionen, Moderationen und Fachreden ebenso wie mit verschiedenen Managementreden, Verkaufspräsentationen, Interviews und Konferenzreden. Smalltalk, Coaching- und Konfliktgespräche stehen ebenfalls auf der Agenda. Alles was die Rede begleitet, wie die Bühnenvorbereitung, Präsentationen und Visualisierung, sogar die richtige Kleidung, wird thematisiert. Abschließend werden berühmte Reden von Martin Luther, Martin Luther King, Philipp Jenninger und Barack Obama analysiert.

Aus der Praxis, ohne Geschwafel

Man merkt, dass die Autoren selbst Redner sind, denn sie greifen auch die Kleinigkeiten auf, über die man als Redner stolpern kann, sei es das Lampenfieber, der nicht funktionierende Beamer, der vergessene Kaugummi im Mund, die peinliche Pause oder ein feindseliges Publikum. Die Profis machen deutlich, dass der Erfolg einer Rede viel mit Psychologie und dem Selbstbild des Redners zu tun hat.  Deshalb befassen sie sich eingehend mit Körpersprache, der psychologischen Wirkung der Wortwahl, mit Metaphern und Analogien, mit dem Einsatz von Ironie, Humor und Provokation.

Die Gliederung des Buches ermöglicht es dem Leser, quer zu lesen oder nur bestimmte Kapitel oder Aufsätze zu lesen. Die Gestaltung sorgt dafür, dass das Lesen spannend und ermüdungsfrei bleibt. Die einzelnen Kapitel sind klar gegliedert. Viele Zwischenüberschriften sorgen dafür, dass der Leser schnell überblickt, worum es geht. Tipps, Beispiele und hervorgehobene Textpassagen unterstreichen wichtige Aspekte und fassen zusammen.

Die Redaktion meint: Ein empfehlenswertes Buch für jede Führungskraft und alle anderen. Denn eine Rede halten müssen wir alle irgendwann, der Student und der Schüler genauso wie der Manager, der Bewerber, der Vertriebler oder der Freiberufler, der Vereinsvorstand, der Stadtrat oder Florian beim 80. Geburtstag seines Vaters. (-ap)

Speak to Lead, Business Village, ISBN 978-3-86980-294-7, € 29,80

Auf dieser Seite finden Sie hier einen Artikel von Buchautor Malte W. Wilkes zum Thema Management-Rede und -präsentation.

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